Auf einen Blick
Dein erster Termin beim Heilpraktiker: 60 Minuten echtes Zuhören, systematische Untersuchung von Kopf bis Fuß und ein konkreter Plan. Kosten: ab 300 Euro. Keine Überweisung nötig. Hier erfährst du Schritt für Schritt, was passiert und was es kostet.
Sandra sitzt zum ersten Mal bei mir in der Praxis. Mitte 40, zwei Kinder, Vollzeitjob. Seit zwei Jahren müde. Nicht die normale Müdigkeit nach einer kurzen Nacht. Die Art, bei der du morgens aufwachst und dich fühlst, als hätte jemand über Nacht den Akku auf 15% runtergedreht.
Sie war beim Hausarzt. Blutbild: alles normal. Beim Internisten. Schilddrüse: im Referenzbereich. Beim Endokrinologen. „Vielleicht ist es psychisch?“ Beim Gynäkologen. „In Ihrem Alter ist das nicht ungewöhnlich.“
Vier Ärzte, null Antworten. Und jetzt sitzt sie bei mir — einem Heilpraktiker — und weiß nicht, was sie erwartet.
Wenn du gerade in derselben Situation bist: Das passiert bei mir. Schritt für Schritt, mit echten Preisen.
So läuft dein erster Termin bei mir ab
Schritt 1: Das Gespräch
Nicht „erzählen Sie mal“. Kein Zeitdruck, kein Auge auf der Uhr.
Ich will verstehen: Was ist dein Problem? Seit wann? Was hat geholfen, was nicht? Welche Ärzte hast du durch? Was hast du selbst probiert? Wie schläfst du? Wie verdaust du? Wie ist dein Energielevel über den Tag?
Ich frage Dinge, die du vielleicht noch nie gefragt wurdest. Nicht aus Neugier, sondern weil es diagnostisch relevant ist. Dein Darm kann etwas mit deiner Erschöpfung zu tun haben. Dein Schlaf kann etwas mit deinen Schmerzen zu tun haben. Deine Ernährung kann etwas mit deiner Stimmung zu tun haben.
Dein Körper ist eine Versorgungskette. Wenn an einer Stelle etwas hakt, merkt man das woanders. Und ich will herausfinden, wo es hakt.
Das dauert so lange wie nötig. Meistens 20 bis 30 Minuten. Manchmal steckt die Lösung in einem Satz, den du beiläufig erwähnst.
Schritt 2: Die Untersuchung
Dann schaue ich mir an, wie dein Körper funktioniert. Von Kopf bis Fuß. Nicht weil ich dir nicht glaube, dass du „nur“ erschöpft bist. Sondern weil der Körper immer kompensiert.
Orthopädische Tests, Bewegungsprüfung, Tastbefund. Manchmal finde ich eine Blockade im Becken, die seit Jahren da ist und die noch nie jemand bemerkt hat. Weil du nie danach gefragt wurdest.
Schritt 3: Die Erklärung
Ich sage dir, was ich gefunden habe. In Worten, die du verstehst. Nicht in Mediziner-Latein.
Wenn ich den Verdacht habe, dass deine Erschöpfung nicht nur muskulär ist, sage ich dir das. Wenn ich glaube, dass wir dein Blut genauer anschauen sollten, erkläre ich dir warum. Und was das kostet. Bevor wir irgendetwas tun.
Schritt 4: Der Plan
Kein vages „wir schauen mal“. Ein konkreter nächster Schritt.
Manchmal ist das eine chiropraktische Behandlung in derselben Sitzung. Manchmal eine Blutanalyse, die wir beim nächsten Termin machen. Manchmal sage ich dir: „Geh damit bitte nochmal zum Arzt, das ist nicht mein Gebiet.“
Realistische Einschätzung. Keine Mondversprechen. Und vor allem: kein 20er-Block.
Schritt 5: Was danach passiert
Wenn wir Blut abnehmen: Du bekommst einen Kostenvoranschlag vorher. Das Labor braucht 5 bis 10 Werktage. Meine Auswertung bekommst du als schriftlichen Befund per Mail: 20 bis 30 Seiten, je nach Umfang. Jeder einzelne Wert erklärt, eingeordnet, mit konkreten Empfehlungen. (Du kannst auch nur die Werte haben. Aber die meisten wollen verstehen, was die Zahlen bedeuten.)
Nicht „alles normal“. Sondern: Was bedeutet dieser Wert? Wo stehst du? Was können wir tun?
Mehr dazu, wie meine Labordiagnostik funktioniert.
Muss ich mich beim Heilpraktiker ausziehen?
Nein. Bequeme Kleidung reicht. Schuhe aus, fertig.
Wenn ich deine Wirbelsäule untersuche, mache ich das über der Kleidung. Wir nutzen einen Wärmesensor am Rücken, der zeigt, wo Nerven überaktiv sind. Das funktioniert angezogen sogar besser als auf nackter Haut.
Komm in Jogginghose und T-Shirt. Fertig. Kein Umziehen, kein Drama.
Was kostet der erste Termin beim Heilpraktiker?
Ersttermin: ab 300 Euro. Da ist alles drin: ausführliches Gespräch, vollständige Untersuchung, Erklärung, Plan.
Blutanalyse (falls nötig): 300 bis 600 Euro. Die Laborkosten zahlst du direkt ans Labor. Das ist nicht meine Marge. Das ist der Preis, wenn man 40 bis 60 Werte anschaut statt fünf.
Folgetermine: ab 300 Euro. Nur Chiropraktik ohne lange Anamnese? Dann gibt es den Chiro Checkup für 180 Euro.
Keine versteckten Kosten. Keine Überraschungen auf der Rechnung. Du weißt vorher, was du zahlst.
Wird das erstattet? Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten in der Regel einen Teil oder alles. Gesetzliche Kassen nicht.
Das Kassensystem ist für akute Probleme gebaut. Nicht für die Lücke zwischen „nicht krank“ und „fit“. Wenn du in dieser Lücke steckst, fällt das durchs Raster. Nicht weil dein Arzt es nicht sieht, sondern weil sein System dafür keinen Auftrag hat.
Warum 300 Euro weniger ist als du denkst
Rechne mal mit:
Die eigentliche Frage ist nicht „Kann ich mir 300 Euro leisten?“ Die eigentliche Frage ist: Was kostet dich ein weiteres Jahr, in dem du „erstmal abwartest“?
Ein Jahr auf 60% Leistung. Ein Jahr Supplements im Wert eines Kleinwagens, die nichts bringen. Ein Jahr, in dem du funktionierst statt lebst.
Dagegen: 60 Minuten, in denen jemand zuhört, den ganzen Körper anschaut und dir sagt, was Sache ist. Mit einem Plan, der auf deinen Körper zugeschnitten ist.
Wie viele Termine brauche ich?
Das kommt drauf an. Und ich sage dir nach dem ersten Termin ehrlich, was ich erwarte.
Grobe Orientierung:
Rein muskuloskelettal: Rückenschmerzen, Blockaden, Verspannungen. Bei den Patienten, die zu mir kommen, sind es erfahrungsgemäß 2 bis 5 Sitzungen.
Stoffwechsel, Labor, Erschöpfung: Ersttermin plus Befundbesprechung. Dann schauen wir, ob und wann ein Follow-up sinnvoll ist. Manche kommen nach 3 Monaten nochmal zum Kontrolltermin.
Komplex (Hashimoto, chronische Erschöpfung, Multi-System): individuell, aber immer mit klarem Plan. Und immer mit einem Ende. Kein Abo-Modell.
Das Ziel ist immer: Dass du mich so schnell wie möglich nicht mehr brauchst.
Manche Patienten kommen trotzdem alle paar Monate. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie gemerkt haben, dass regelmäßige Kontrolle funktioniert. Das ist ihre Entscheidung, nicht mein Geschäftsmodell.
Dir muss nichts unangenehm sein
Ich frage dich nach deiner Verdauung. Nach deinem Schlaf. Danach, wie oft du auf Toilette gehst und wie das aussieht. Nach deinem Stresslevel, deiner Stimmung, deinem Zyklus.
Das ist nicht übergriffig. Das ist diagnostisch relevant.
Und wenn du auf der Liege liegst und dein Bauch anfängt zu gluckern: Willkommen im Club. Das passiert jeden Tag bei mir. Genauso wie Schwitzen, Pupsen und Tränen. (Falls es dich beruhigt: Mein persönlicher Rekord liegt bei vier glucksenden Bäuchen hintereinander an einem Vormittag.)
Dein Körper darf hier alles tun, was er tun muss. Wenn die Tränen kommen, weil der Leidensdruck einfach zu lange zu groß war, ist das ein sicherer Raum. Schweigepflicht, schallgeschützte Praxis.
Was du mitbringen solltest
Kann ich parallel zum Arzt gehen?
Ja. Und ich empfehle es sogar.
Ich ersetze deinen Arzt nicht. Ich ergänze das, was im Kassensystem nicht vorgesehen ist: Zeit für Ursachensuche.
Wenn ich etwas finde, das ärztlich abgeklärt werden muss, sage ich dir das. Kein Entweder-oder. Kein „Nur mein Weg funktioniert.“ Dein Körper braucht manchmal beides.
Bereit für den nächsten Schritt?
Vereinbare jetzt Deinen Termin in meiner Praxis in Würzburg — ich nehme mir Zeit für Dich.
Häufig gestellte Fragen
Was passiert beim ersten Termin beim Heilpraktiker?
Ausführliches Gespräch über deine Beschwerden und Vorgeschichte, gründliche Untersuchung von Kopf bis Fuß und ein konkreter Plan für den nächsten Schritt. Ob Behandlung, Labordiagnostik oder beides — entscheiden wir gemeinsam. Keine Überweisung nötig.
Was kostet der erste Termin beim Heilpraktiker?
Ersttermin ab 300 Euro inklusive Anamnese, Untersuchung und Plan. Labordiagnostik (falls nötig) 300 bis 600 Euro direkt ans Labor. Private Krankenversicherungen erstatten in der Regel. Gesetzlich Versicherte zahlen selbst.
Wie lange dauert der erste Termin?
Erfahrungsgemäß 45 bis 60 Minuten. Ich nehme mir die Zeit, die wir brauchen. Kein 5-Minuten-Takt.
Zahlt die Krankenkasse den Heilpraktiker?
Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten in der Regel ganz oder teilweise. Gesetzliche Kassen nicht.
Muss ich mich beim Heilpraktiker ausziehen?
Nein. Bequeme Kleidung reicht. In der amerikanischen Chiropraktik wird über der Kleidung gearbeitet.
Was muss ich zum Heilpraktiker mitbringen?
Bequeme Kleidung und den ausgefüllten Anamnesebogen. Falls vorhanden: Laborbefunde, Arztbriefe, Medikamentenliste.
Wie viele Termine brauche ich?
Muskuloskelettal: erfahrungsgemäß 2 bis 5. Stoffwechsel mit Labor: Ersttermin plus Befundbesprechung plus eventuellem Follow-up. Komplex: individuell, immer mit klarem Plan. Kein Dauervertrag.
Kann ich gleichzeitig zum Arzt und zum Heilpraktiker gehen?
Ja, und das ist sogar sinnvoll. Ich ersetze deinen Arzt nicht — ich ergänze, was er nicht tut.
Ist Heilpraktiker wissenschaftlich?
Bei mir: Ja. Labordiagnostik, befundbasierte Manualtherapie. Ich arbeite mit Messungen und Befunden, nicht mit Bauchgefühl. Wenn etwas nicht in mein Fachgebiet fällt, sage ich dir das.
Lohnt sich ein Heilpraktiker?
Wenn du seit Monaten oder Jahren Beschwerden hast, die niemand erklären kann — und du bereit bist, die Ursache zu suchen statt nur Symptome zu behandeln: Ja. Wenn du eine schnelle Pille für ein Symptom suchst: Nein. Dann bist du beim Arzt besser aufgehoben.
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